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Vor gut drei Wochen bin ich zurück nach Liverpool gekommen, meine Weltumsegelung war nach 11 Monaten Geschichte. Eine Geschichte über 40’000 Seemeilen, in der ich sehr viel erleben und lernen durfte. Positives wie Negatives. Und jetzt zurück in der Schweiz denke ich auf Hochtouren, wie ich meinen Kampf gegen Plastikverschmutzung weiter führen kann. Denn eines steht fest, nach dem Gesehenen heisst es für mich “jetzt erst recht”!

DER Wal- mein Absolutes Highlight

Wir haben auf den Meeren dieser Erde öfters Wale gesehen. Ich denke an die Beinahe-Kollision mit einem Wal auf dem Weg von Australien nach China. Dieser hatte sich buchstäblich vor Schreck zugesch*ssen. Oder die unzähligen Wale, die wir bei Verlassen von New York Richtung Europa gesehen haben. Es waren derart viele, dass wir auf dem Bug jemanden zur Ausschau postieren mussten, um eine sichere Kollision zu vermeiden. Wenn ich aber von DEM Wal schreibe, dann meine ich den 12 Meter langen Besucher vor der Küste Mexikos. Wir waren alles keine Experten an Bord, aber ich habe diverse Stellen online angeschrieben und die Antwort war immer “Seiwal” oder “Baby Blauwal”. Was es schlussendlich auch war, es war zweifellos das Highlight meines Jahres. Seht es Euch an, hier gibts das Video dazu: Youtube/Facebook.

Lowlight: Das Kapp der guten Hoffnung – Havarie mit Team Greenings

Am Boden zerstört waren wir hingegen nach Halloween 2017. In jener Nacht sind wir wenige Meilen nach Rennstart in Kapstadt auf ein Riff gelandet. Eine Verkettung unglücklicher Umstände – der Unfallbericht (Englisch) wurde erst kürzlich veröffentlicht. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Die Tage danach zeigten das Ausmass dieses Unfalls, das Boot konnte nicht mehr gerettet werden, wurde aber zerlegt und entsorgt. Unser Team wurde daraufhin auf die anderen Boote aufgeteilt. Das bedeutete für mich per Flugzeug Kapstadt – Zürich, Zürich – Abu Dhabi – Perth. Dort durfte ich schlussendlich das Team Dare to Lead verstärken. Nach Anfangsschwierigkeiten im neuen Team fühlte ich mich im weiteren Verlauf dann schnell wieder zu Hause.

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Plastikverschmutzung

Ein weiteres Lowlight ist natürlich der Zustand unserer Meere. Speziell in den Asiatischen Gewässern ist Abfall omnipräsent, aber auch in sämtlichen anderen Meeren sieht’s erschreckend aus. Ebenfalls traurige Bilder lieferten diverse Städte, und was auf den Strassen rumliegt, findet früher oder später den Weg in unseren Wasser Kreislauf. Angst macht die Tatsache, dass ein Grossteil der im Meer vorhandenen Plastikteilchen beim durch Segeln fürs Auge gar nicht sichtbar sind. Versuche zeigen aber, dass egal wo man feinmaschige Netze durch die Meere Zieht, darin Mikroplastik zu finden ist.

Wie gesagt, mein Kopf rotiert zur Zeit und ich weiss hoffentlich bald, wie ich zur Besserung der Situation beitragen kann.

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