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Ich schwamm soeben meine letzte Runde im Pool. Die tägliche Abkühlung war eine Wohltat im heissen und feuchten Sanya. Das Rennen hier her war bereits eine Tortur in Sachen Hitze und Luftfeuchtigkeit. Trotzdem hatten wir eine gute Stimmung an Bord und konnten schnell segeln. Wir beendeten das Rennen auf dem zweiten Platz hinter PSP Logistics. Ein Schlüsselmoment war wohl wenige Stunden vor Ende des Rennens. Wir segelten downwind in eher schwachem Wind, nutzen dafür unseren grössten Spinnaker Code 1.

Das Wetter änderte Sich dann rasch mit einem vorüberziehenden Squall und wir flogen mit ca. 15 Knoten Durchschnitt Richtung letztem Wegpunkt. Definitiv zu viel für einen Leichtwind-Spi, denn der Wind bliess mittlerweile mit 30 Knoten. Wir konnten den Spinnaker für ca. eine Stunde problemlos fliegen, dies bescherte uns gute Gewinne gegenüber den direkten Podium-Konkurrenten Qingdao und Sanya. Just in dem Moment, als unser Skipper den Spinnaker runter nehmen wollte, hatte sich dieser ohne Fremdeinwirkung in Einzelteile zerlegt. Die lange und hohe Belastung war zu viel für das Material. Ein Preis, den es sich im Nachhinein zu zahlen lohnte.

Der Empfang etwas später in Sanya war sehr warm und herzlich. Die Events allesamt gespickt mit Attraktionen und lokalen Bräuchen. Schade, dass es so schwierig ist, mit den Locals zu kommunizieren. Gerne hätte ich China etwas besser kennen gelernt. Englisch bringt einem kaum weiter und beispielsweise Essen bestellen ist oft eine Lotterie.

Von heiss zu kalt

Morgen geht’s bereits weiter nach Qingdao, im Norden von China. Mit den Monsunwinden und entgegengesetzten Strömungen erwarten wir ein eher raues Rennen. Auch die Temperaturen werden sinken – im letzten Rennen sind einige Teams in Schneestürme geraten. Meine warmen Layers sind ready und ich bereit. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die heissen oder kalten Rennen lieber mag. Wie auch immer, es ist kein Wunschkonzert und eine Hauptprobe für den bald folgenden Nordpazifik ist sicher keine schlechte Sache.

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