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Es waren interessante zwei Wochen im Süden Englands. Zwei weitere Wochen Vorbereitung fürs Clipper Race 2017/18. Und vorne weg kann ich sagen, dass die Vorfreude massiv gestiegen ist. Einerseits weiss ich nun, wer mein Skipper sein wird und ich durfte viele Team-Mitglieder kennen lernen. Andererseits wurde uns viel Interessantes beigebracht.

Begonnen hat das 2. Training am 20. Mai mit der Crew Allocation. Für diesen Event kamen mehrere hundert Segler in Portsmouth zusammen. Während dieses Tages-Events informierte man uns unter anderem über Details zur Rennstrecke und natürlich wurden die Team-Zusammenstellungen bekannt gegeben. Abgerundet wurde das ganze am Abend im Pub für Team interne Get-Together. Nach speziell diesem Abend kann ich sagen, dass wir ein super Team haben. Unser Skipper David Hartshorn hat zudem die Clipper 70 namens “CV 24” zugeteilt bekommen. Offensichtlich ein schnelles Boot, denn in den letzten beiden Rennen wurde sie 4. und 1. Wir haben definitiv diverse Gründe, um positiv aufgeregt zu sein.

Guten Appetit bei Fischaugen und Fischhaut

Den zweiten Tag des Trainings verbrachten wir morgens in einem Schulzimmer, wo uns ein Überlebens-Spezialist der Marine alles überlebenswichtige Wissen vermittelte. Als kleines Beispiel sollte man sich bei Wasserknappheit Protein-arm ernähren. Das bedeutet, dass man von Fischen idealerweise nur die Augen und die Haut essen sollte, das Fleisch besser nicht. Grund dafür ist, dass Protein zur Verdauung extrem viel Wasser beansprucht.

Am Nachmittag wurden wir dann ins warme Wasser geworfen – wir übten die Verwendung von Rettungsinseln und weiteren Survival Tools. Auch wenn es Spass war und wir unheimlich viel gelernt haben, hoffe ich das Gelernte niemals in der Realität gebrauchen zu müssen. Den Rest der ersten Woche verbrachten wir mit diversen Übungen und etwas Nacht-Segeln im Ärmelkanal.

Die erste Woche in meinem zukünftigen Zuhause “CV 24”

Nachdem das level 2 Training in der ersten Woche endete, “zügelte” ich von den Trainingsbooten Clipper 68 auf die Clipper 70 “CV 24”. Das Boot auf dem ich demnächst für 11 Monate um die Welt segeln werde. Ein ziemlich spezielles, aber gutes Gefühl. Momentan sind wir noch Team David auf “CV 24”, da der Sponsor für unser Boot noch nicht bekannt gegeben wurde. Die ersten Tage verbrachten wir im Solent, am 3. Tag aber machen wir uns auf den Weg Richtung Portland UK. Während sehr langen Tagen auf dem Wasser wurden wir ins Spinnaker-Segeln mit dem Clipper 70 eingeführt. Und diese machen mächtig Spass. Die Nächte verbrachten wir in der Marina von Portland, wo es einmal sogar Zeit fürs Pub gab.

Am letzten Tag segelten wir vor dem Wind zurück Richtung Isle of Wight – alles unter Spinnaker. Als wir die Insel hinter uns gelassen hatten, nahmen wir Kurs Richtung Norden, um zurück nach Gosport zu gelangen (In Gosport is das Trainings Center von Clipper). Nach einem eindrücklichen Mannüberbord Manöver unter Spinnaker wurden wir zu einem May-Day gerufen. Eine 13 Meter lange Segeljacht erlitt einen Mastbruch und konnte sich nicht vom Mast befreien. Dies passierte nur 4 Meilen entfernt von uns. Segel Runter, Motor an und ich Richtung Havarie, denn wir waren dem Unglücksboot am nächsten. Nach ein paar Minuten Vollgas konnten wir uns jedoch vom Hilfseinsatz zurück ziehen, denn das Kriegsschiff HMS Westminster hatte uns längst überholt. Es scheint als hätten die etwas mehr Power als wir.

Ich bin voller Vorfreude

Wie auch immer, schlussendlich kann ich sagen, dass wir ein super Team haben. Einen Skipper, mit dem ich gerne um die Welt segeln werde. Zudem ist die “CV 24” ein schnelles Boot. Braucht es noch mehr Gründe, um sich auf dieses Abenteuer zu freuen? Jedenfalls kann ich es kaum erwarten, in 10 Tagen bereits wieder für ein Training nach England fliegen zu können.

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