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Nach den Strapazen des Nord Pazifiks geniessen wir seit ein paar Tagen gemütliches Segeln. Gemütlich in Anführungszeichen, denn unser Alltag ist von vielen Segelwechseln geprägt. Wir stecken mitten im Spitzenkampf im Rennen von Seattle nach Panama City. Aber immerhin haben wir sehr moderaten Seegang und genug Wind, um nicht am Limit des Bootes segeln zu müssen.

 

Seattle ist klasse!

 

Der letzte Stopover in Seattle war klasse. Eine tolle Stadt, wir hatten das beste Wetter, das wir uns vorstellen konnten. Seit Jahren hatte Seattle keine solche schöne Periode so früh im Jahr. Uns sollte es recht sein, so konnten wir die Wunden des vorangehenden Rennens lecken und versuchen, Motivation fürs nächste Rennen zu finden. Letzteres war definitiv die schwierigere Aufgabe, denn das Rennen war lang und wir freuen uns riesig auf die Ankunft in Liverpool Ende Juli. Mit genügend Motivation im Gepäck gings Ende April dann los Richtung Panama City.

Das aktuelle Rennen verläuft bislang gut für uns, wir sind an 3. Stelle und haben erneut ein gutes Resultat in Sicht. Tendenziell wird der Wind immer weniger werden, so hat die Rennleitung 5 Ziellinien bestimmt und das Rennen könnte bei jeder dieser, auch im Nachhinein, beendet werden. Im schlimmsten Fall wären dann 1200 Meilen unter Motor die Folge. Natürlich hoffen wir auf konstante Winde, die uns möglichst nah an Panama City bringen. Aber es kommen auch Erinnerungen ans letzte Rennen hoch, als die Flotte auf den letzten Meilen von einem Windloch stark komprimiert wurde, denn dies droht uns auch dieses Mal. Glücklicherweise sind wir diesmal mit einem voll intakten Boot unterwegs und können unsere aktuelle Position mit allen Mitteln verteidigen.

 

Arbeiten am Masttop

 

Aber es wäre nicht Ocean Racing, wenn nichts kaputt gehen würde. So hatten wir einen stark zerfetzten Leichtwindspinnaker, den unsere Segelmacher während 48h nonstop Reparatur wieder zusammenflicken konnten. Dieses Segel wird noch eine sehr wichtige Rolle spielen und wir sind froh, dass Code 1 wieder fliegt. Zudem sind die Kugellager unserer Spinnaker Blocks am Masttop kaputt gegangen und ich hatte das Vergnügen, ein paar Mal unter Segeln 30m über See zu arbeiten. Anstrengend unter ständigem Welleneinfluss, aber dafür mit umso besserer Aussicht.

 

Next Stop: New York

 

In Panama City werden wird dann jeweils zu dritt den Kanal durchqueren und von der karibischen Seite aus zur zweiten Hälfte dieser amerikanischen Etappe starten. Diese wird vom Panamakanal hoch nach New York City führen. Um zurück zur Motivation zu kommen, das Erlebnis der Kanaldurchquerung und (hoffentlich nachts) in New York einzulaufen waren definitiv auf der Pro-Seite.

 

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